»Künste-ohne-Grenzen« –
künstlerisch-kulturelle, interdisziplinäre
Integrationsprojekte

- Intercultural Projects -


»Künste-ohne-Grenzen« ist ein Mitmach-Projekt des Kulturvereins "Begegnung-der-Künste e. V." in der KAPELLE des ehemaligen Oststadtkrankenhauses, Hannover. Es richtet sich an Geflüchtete (refugees) und an einheimische Bürgerinnen und Bürger. Mit Bildungsangeboten auf hohem Niveau in den Sparten Musik, Literatur, Bildende Kunst und Theater wird gesellschaftliche Integration gelebt. Die Künste wirken als eine Brücke zur interkulturellen Verständigung. Im dritten Projekthalbjahr - Januar bis Juni 2017 - wurden drei wöchentlich stattfindende Kurse angeboten: Ein neuer Trommelworkshop, die Malwerkstatt "ColorChat", und das Literaturprojekt "WortWelt". Mit der Durchführung waren professionell-künstlerische Dozentinnen beauftragt. Als Neuerung wurden die Angebote seit Anfang 2017 teils auch in externen Einrichtungen wie z. B. Flüchtlingsunterkünften durchgeführt. Hauptstandort war jedoch die KAPELLE.

Das Kursprogramm zum ersten Halbjahr 2017:


Neues aus Trommelland

Im Kontakt mit Rhythmus und Klang: Auf verschiedenartigen Perkussionsinstrumenten Rhythmen und Klänge zu erzeugen, ist für Menschen aus allen Ländern eine Möglichkeit zur universellen Kommunikation.

"WortWelt" - Literaturprojekt

Erzählkunst und Schreibexperiment für Menschen von überall: Sich mitteilen, einander zuhören, Gedanken austauschen. Worte und kurze Texte zu Papier bringen – ob lustig oder ernst, poetisch oder informativ.

"ColorChat" - Malwerkstatt

"Malen als kommunikatives Erlebnis": Gemeinsam erschafft eine Gruppe von Menschen innerhalb von zwei Stunden ein großes Bild. Mit Pinsel- und Schablonentechnik kommen lebhafte Farben und Formen zum Einsatz.


Kulturpaten-Modell:

Im Rahmen der Kursprojekte können Bürgerinnen und Bürger eine "Kulturpatenschaft" für einen Flüchtling übernehmen. Sie können damit maßgeblich zum Erfolg des Projekts beitragen. Die Aufgabe besteht in der ergänzenden, regelmäßigen Kontaktaufnahme zu einem Flüchtling in Bezug auf die Kursteilnahme. Zweck ist die Förderung der Begegnung und der Kontinuität der Teilnahme an den Kulturangeboten. Das Zustandekommen von Kulturpatenschaften ist allseits freiwillig.


Team »Künste-ohne-Grenzen« 2017
Team »Künste-ohne-Grenzen« 2017

Team / Akteure

Die Akteure von »Künste-ohne-Grenzen« kamen am 29. November 2016 zu einem Organisationstreffen zusammen. Künstlerinnen/Kursleiterinnen: Uli Meinholz, Antje Koos und Dr. Karin Dunse. Künstlerischer Leiter/Veranstaltungen (Begegnung-der-Künste e. V.): Stephan Sasse.

Aufgrund einer unvorhersehbaren Verhinderung konnte Dr. Karin Dunse die Kursleitung für "WortWelt" nicht übernehmen und wurde im ersten Halbjahr 2017 von der Literaturwissenschaftlerin Tarja Sohmer vertreten.


Der Trommelkurs mit Uli Meinholz am 28. Nov. 2016 im Café-S, Hannover-Linden
Trommelkurs am 28.11.2016 im Café-S, H-Linden

Künste-ohne-Grenzen "on-Tour"

Zur Steigerung der Begegnungsmöglichkeiten und zur Intensivierung des Angebots können die künstlerisch-kulturellen Kurse 2017 teils auch in anderen hannoverschen Einrichtungen der Flüchtlingshilfe direkt vor Ort stattfinden. Interessierte Einrichtungen können gern per E-Mail Kontakt aufnehmen (info@kapelle-der-kuenste.de). Wir freuen uns über Terminabsprachen und bieten einen kooperativen Austausch auf Gegenseitigkeit an.


BMI fördert »Künste-ohne-Grenzen«

Förderung und Kooperation 2017

»Künste-ohne-Grenzen« wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern gefördert. Mit dieser Förderung werden drei wöchentlich stattfindende Kursprojekte realisiert.

Kooperationspartner sind die Betreuungsorganisationen von Flüchtlingsunterkünften (vor allem das Deutsche Rote Kreuz),  Bildungsträger für Sprach- und Integrationskurse, und andere Willkommens-Einrichtungen.



Zur Wiedererkennung entwickelte Begegnung-der-Künste ein Projektlogo für »Künste-ohne-Grenzen«: Vier Hände, die ineinandergreifen, »hands-on«. Das Zeichen symbolisiert das kulturelle Miteinander (Integration) und die interdisziplinäre, künstlerische Vielfalt (Innovation).


Lageskizze
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