RÜCKBLICK:
Dezember-Matinée / Künste-ohne-Grenzen in der KAPELLE
am Sonntag, 11. Dezember 2016


Als Abschlussfeier des Projektabschnitts 2016 präsentierte »Künste-ohne-Grenzen« – das künstlerisch-kulturelle, interdisziplinäre Integrationsprojekt von Begegnung-der-Künste e. V. – seine Ergebnisse. Die Sparten Trommeln/Perkussion (Leitung: Uli Meinholz), TanzTheater (Leitung: Anna Nouméa Scheer), Bildhauerprojekt (Leitung: Helmut Höcker) und Malprojekt "ColorChat" (Leitung: Antje Koos) wurden vor Publikum aufgeführt bzw. vorgestellt. Ein kommunikativer Teil - Gespräche und Begegnungen bei Getränken und Snacks - rundete die Veranstaltung ab. 

Der Bezirksbürgermeister Henning Hofmann, Schirmherr des Projektes, leitete die Matinée mit seinem Grußwort ein. Er beleuchtete die aktuelle Flüchtlingssituation und würdigte die kulturelle Arbeit in der KAPELLE. Stephan Sasse, künstlerischer Leiter des Projekts, moderierte und kündigte die jeweiligen Vorstellungen an.

Beginnend mit der Trommelgruppe kamen zur Aufführung: Eine Improvisation, in der die Akteure den Kapellenraum als Klangkörper nutzten; eine Bodypercussion-Einheit; zwei afrikanische Trommelstücke in der Gruppe, mit wechselnden Soli; und das Lied "Dein Herz duftet wie eine Rose", vorgetragen von einem kurdischen Migranten mit der "Saz", gesanglich und mit Perkussionsinstrumenten begleitet von der Gruppe.

Nach einer kurzen Umbaupause folgten mehrere beeindruckende Stücke des TanzTheater-Projekts. Sie waren im Laufe des halbjährigen Kurses von den Teilnehmer*innen eigens entwickelt worden, entlang des Mottos "Wofür schlägt Dein Herz?". Die experimentellen Bewegungsabläufe, in denen emotionale und zwischenmenschliche Begebenheiten zum Ausdruck gebracht wurden, ließen dem Publikum viel Interpretationsspielraum.

Als dritten Programmpunkt stellte Antje Koos die Arbeit der Malgruppe "ColorChat" vor und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Die Ausstellung umfasste eine Auswahl von sechs großformatigen Bildern. Die ausdrucksvollen, farbkräftigen Werke waren unter ihrer künstlerischen Anleitung in dem Malprojekt jeweils innerhalb von zwei Stunden als Gruppenergebnis entstanden.

Danach erläuterte Helmut Höcker das Bildhauerprojekt anhand der "Stele", einer zweieinhalb Meter hohen, aus Einzelobjekten zusammengesetzten Skulptur. Diese war ein markanter Teil der Inszenierung der Matinée in der KAPELLE. Die "Stele" war im Bildhauerkurs als Gemeinschaftsarbeit entstanden, während die Teilnehmer*innen jeweils auch einzelne, eigene Steine erarbeit hatten. Diese waren im Foyer der KAPELLE ausgestellt.

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Dieses Projekt wird gefördert von:
•  Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern

und
 
•  Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung
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Fotos dieser Seite by Konstantin Tönnies